| Funktion: | |||
| Die Anlage ist konzipiert, um eine Linse in ein Kameragehäuse einzusetzen zu Justieren und zu Verkleben. Ein 3- Achsen-Lineartisch bewegt das Gehäuse sowie die Linse. Der Klebstoffdispenser wird über eine weitere Linearachse gesteuert. Nach einer Grundstellungsfahrt werden Kamera und Linse manuell in die Aufnahmen eingesetzt. Mit dem Schließen der Schutztür startet der Prozessablauf und die Linse wird an einen Greifer übergeben, welcher an einem Goniometer auf einem Rundteller montiert ist. Die Kamera wird unter der Linse positioniert. Danach projiziert ein Optoliner ein Targetbild auf die Kamera. Außerdem misst eine mit dem PC verbundene Kamera den Spalt zwischen Kamera und Linse. Anhand dieses Targets und des Spaltes wird die Linse zentriert und scharf justiert sowie die benötigte Klebstoffmenge über einen Algorithmus berechnet. Zusätzlich werden diverse Parameter und Daten aus der Kamera geprüft bzw. in die Kamera abgespeichert. Im Folgenden werden die Bauteile zum Aufbringen des Klebers positioniert. Nach dem Dispensen des Klebstoffs bewegt sich die Einheit zurück unter den Greifer und platziert die Bauteile erneut in die zuvor justierte Position. Dort härtet der Klebstoff mittels UV-Licht Bestrahlung aus. Mögliche Betriebsarten sind Automatik-, Service-, und Einrichtbetrieb. |
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| Hardware: | |||
| Gesteuert wird die Anlage von einer Beckhoff Soft-SPS mit NC Funktionalität. Die SPS, das Prüfprogramm und die Visualisierung laufen auf einem 19-Zoll-Einschub-IPC mit Windows XP. Die SPS steuert dabei die schrittmotorgetriebenen Achsen. Die Kamera wird über eine CAN-Bus Verbindung angesprochen. Die Lineartische sowie Goniometer und Rundteller werden über Kugelumlaufspindeln mit einer Genauigkeit von 3 µm gefahren. Der Klebstoff befindet sich in einer durch Peltierelemente temperaturgeregelten Aufnahme und wird über eine elektronische Druckregeleinheit auf 0,02 bar genau ausgegeben. Zur Berechnung der Klebstoffmenge wird eine Feinwaage mit einer Genauigkeit von 1 µg verwendet, welche die Messwerte über eine RS232 Schnittstelle an die Prüfsoftware übergibt. Sicherheitseinrichtungen wie Not-Aus, Türzuhaltungen und Zustimmtaster sind direkt mit TwinSAFE-Klemmen verbunden. Sie überwachen die Sicherheitseinrichtungen und gewährleisten einen sicheren Betrieb. |
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| Software: | |||
| Die SPS-Steuerung ist nach dem Standard der IEC 61131-3 in der Sprache „Structured Text“ (ST) realisiert. Mit der Visualisierung können die Hauptfunktionen der Anlage gesteuert sowie die Betriebsarten gewählt werden. Im Servicebetrieb können Abläufe getrennt voneinander gefahren werden. Im Einrichtbetrieb gibt es die Möglichkeit, die Achsen und Zylinder einzeln zu steuern, sowie die Achspositionen einzustellen. Das Prüfprogramm wurde in Visual C# realisiert. Es beinhaltet den Automatikablauf mit einstellbaren Prüfparametern sowie die Möglichkeit die angeschlossene Hardware auf ihre Funktion zu testen. Die Auswertung des Targets und der Spaltvermessung erfolgt durch die Bildverarbeitungssoftware HALCON 9. Diese Software vermisst Spalt und Target und erkennt dessen Schärfe. Der Bediener der Anlage muss im Automatikablauf die vom Programm für „OK“ eingestellte Schärfe bestätigen. Die Kommunikation der Programme untereinander erfolgt über das ADS Protokoll. |
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